Profis.

IMG_1191-BearbeitetIn der eigenen Selbstdarstellung sind wir alle mittlerweile zu Profis mutiert. Wir lachen in die Kamera und schauen gleich cool, die Bilder werden doch eh auf Facebook landen. Also verstellen wir uns, schreiben Texte die super Intelligent klingen damit man auch richtig tiefsinnig wirkt. Damit man selbst strahlen kann. Man wählt sich die Leute, die man fotografiert, so aus, damit man ja ein Stückchen mehr Anerkennung als beim letzten mal bekommt. Wir lächeln, flirten, arbeiten, twittern, chatten nur um uns mitzuteilen. Für die kurzen 15 Minuten Ruhm, quatsche ich ständig, teile Videos, Musik & Zitate.

Wir senden ständigen Nachrichten aus der Welt hinaus. Dabei vergisst man was einen selbst ausmacht. Man hört auf, sich selbst zu hinterfragen. Manchmal sehne ich mich nach der Stille, die es nicht in der Stadt gibt. Kein Ton, kein Geräusch, kein iPhone, kein Facebook, nur Martin. 

Happiness is not real unless it is shared. – Christopher McCandless

Dieser Artikel wurde von Martin geschrieben.

Martin ist Admin von Farbwolke.de / Twitgriller & Gedankenverdreher. Er ist ein Twitter-Fan und mag es Fotos zu machen. Man kann sein Portfolio auf martin-neuhof.com anschauen. Wer mit dem Autor reden möchte kann auch gerne über Facebook Kontakt aufnehmen.

6 Responses

  • Wie wahr. Wäre ich mit der Lehre fertig und würde es in Thüringen nicht so schwierig sein Arbeit zu finden … ja dann wäre ich schon längst zu meinen Großeltern aufs Land gezogen.

    LG

  • allein das gedanken machen, wie man sich am besten darstellt gibt einem auch immer wieder eine zielvorstellung wie man sich selbst positiv sehen möchte und wie man dorthin kommen kann.. find ich wichtig, macht man ja selten nur für andere ;)

  • Selbstreflektion – da schließe ich mich an – wichtig, manchmal auch anstrengend und viel zu oft vergessen.

    Aber was ich trotzdem noch sagen möchte: Das Foto ist toll!

  • Into the wild ist echt ein cooler Film.

    Vorschlag:
    Wir suchen uns einen abgelegenen See mit 2 Hütten, die gerade noch so in Sichtweite sind. Eine auf der linken, eine auf der rechten Seite des Sees. Dort bleiben wir 2 Wochen und treffen uns einmal alle 3 Tage, schicken Bilder und Texte auf ein Blog. Das Blog wird gedruckt und kommt ins Bücherregal.
    Das wär was – Alaska, Sibieren oder die Steppe in Argentinien/Spanien.

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