Eins.
Gedämmtes Licht, keine Musik, der Geruch der letzten Zigarette in der Luft. Jede Entfernung der Körperteile voneinander weg wie ein Faden, der nicht reißen will. Eine Nacht lang, die Zigarette schüchtern danach, bis zum Morgengrauen.
Ein gutes Frühstück. Eine Anzeige. Ein Anrufbeantworter. Eine Frau.
Well done, dear. You got me there.
Zwei.
Deine Nachricht kommt unerwartet, aber das kommen sie immer. Sie ist anzüglich, aber das sind sie immer. Die Ausnahme diesmal: dein Smiley grinst nicht, er lächelt mich auf der Touchscreen-Oberfläche an. Was ist los, hat die Monogamie dich lieb gemacht oder vermisst du nur den Sex (mit mir) zu sehr?
Anyway, ich lass mich gerne auf eine Mittelmeerinsel einladen, falls du es ernst meinst.
Höfliches nachhaken. Keine Antwort. Weitere Nachrichten, keine Entschuldigung, weitere Vorschläge und immer der Unterton. Stört zwar nicht, aber ich bin nun mal kein Fan von leeren Worten wenn es um horizontale Taten geht.
Drei.
Als ich “Brasilianer” höre schmelze ich förmlich dahin. Du brauchst also nichts mehr anstellen, nimm mich einfach hier und jetzt.
Gut… äh. Okay, dass du es tatsächlich versuchst, auf einer Homeparty bei der jegliche Zimmerschlüssel fehlen hätte ich nicht gedacht. Aber immerhin durften jetzt vier bis fünf (?) Leute feststellen, dass ich auch nackt auf dem Boden mit einem Sitzsack bekleidet eine (würdelose) gute Figur abwerfe. Fuck, it was totally worth it.
Moral:
Ich bin ja nicht einmal auf der Suche nach dem Richtigen. Und habe schon… das (siehe oben). Was zur Hölle würde passieren, wenn ich ernsthafte Paarungs- und Fortpflanzungsrituale initiieren würde?



