Broken-Windows-Theorie

1969 unternahm der Psychologe Philip G. Zimbardo folgendes Experiment: Er stellte versuchsweise zwei Autos ab, eines in der Bronx in New York City, das andere in Palo Alto, IMG_7327-Bearbeiteteiner eher beschaulichen Kleinstadt Kaliforniens. Er schraubte die Nummernschilder ab, öffnete die Motorhauben und beobachtete, was geschah.

In der Bronx machte sich am helllichten Tag schon nach zehn Minuten eine Familie – Mutter, Vater und 8-jähriger Sohn – über das Auto her. Binnen sechsundzwanzig Stunden war es durch weitere Personen völlig ausgeschlachtet worden und wurde anschließend weiter demoliert. Innerhalb von drei Tagen war das Fahrzeug nur noch eine zerschlagene Masse Metalls, in und auf die Passanten ihren Müll abluden.

Demgegenüber stand der Wagen in Palo Alto auch nach einer Woche noch unberührt da. Als es zu regnen begann, schloss sogar ein Passant die Motorhaube. Daraufhin schlugen Zimbardo und seine Mitarbeiter mit einem Vorschlaghammer eine Scheibe ein. Dies hatte zur Folge, dass kurz darauf Passanten die Zerstörer anfeuerten und mitmachten. In der folgenden Nacht schlugen junge Männer weiter auf den Wagen ein, so dass er schließlich zerstört auf dem Dach lag. (Quelle: Wikipedia)

Diese Theorie, macht mich nachdenklich. Man kann sie auf alles möglichen anwenden. Fängt man an ein Fenster kaputtes Fenster nicht zu reparieren, kommen sehr bald neue hinzu. Baut man sich im Kopf ein Kartenhaus aus Lügen, kommt immer noch eine hinzu. Es werden immer mehr, bis irgendwann der eigene Geist / das Haus einbricht. Es geht auch noch simpler. Fängt man spät ins Bett zu gehen, wird man es am nächsten Tag es eher schwer haben wieder früh einzuschlafen.

Das Fazit zu dieser Theorie fällt mir schwer. Man sollte nichts neues Anfangen, weil alles was neu ist, sich wiederholt und dann zu viel werden kann. Auf diverse Kriminelle Machenschaften lässt sich das gerne anwenden aber auf ein “funktionierendes” Leben eher weniger. Dadurch würden wir es keine Innovation und kaum noch eine neuartige Erfindung geben. 

Manchmal glaube ich, ich bin der letzte normale Typ //
Der keine Filme schiebt und sich bei allen Fragen bemüht //
Wahrscheinlich das ich dankbar bin, dass es mir möglich ist //
Jeden Tag meines Lebens zu geben für was größeres //
Und wenn ich frage: Hörst du mich? Dann meine ich sie //
Und wie mein Herz noch immer dafür schlägt, nach 10 Jahren (Musik) Fotografie. 

- Tua – 10 Jahre Musik

Dieser Artikel wurde von Martin geschrieben.

Martin ist Admin von Farbwolke.de / Twitgriller & Gedankenverdreher. Er ist ein Twitter-Fan und mag es Fotos zu machen. Man kann sein Portfolio auf martin-neuhof.com anschauen. Wer mit dem Autor reden möchte kann auch gerne über Facebook Kontakt aufnehmen.

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