Er spricht über Menschen, die ich nicht kenne. Regisseure, die mir nichts sagen, Autoren, die ich vergessen habe, Stücke, die wenige sehen. Er spricht von Philosophen und Konzepten und dass wir alle nicht sind, was wir scheinen.
Sie spricht über Aussehen, und ich weiß nicht was sie meint. Sie meint Größe, Haarfarbe, Kleidung, Job, Drinks und Hobbies. Sie meint Autos, Wohnungseinrichtungen, Lebensläufe (MBA da, Doktor dort, Firma A, Firma B). Sie legt Wert darauf, sie sollen passen, die Dinge – und das Aussehen. Ich weiß gar nicht, warum. Ich finde es lustig.
Er meckert über sein Praktikum, über das Hamsterrad, er will darüber reden, aber er weiß nicht wie. Will er es verlassen? Ja, Ausland, schon, machen ja alle – aber nur deswegen? Ich meine, er soll es lassen und da bleiben.
Sie erzählt von ihrem Investmentfonds, den sie gekündigt hat. Sie hat gesehen, was “die Reichen” mit “den Armen” gemacht haben. Sie will es ändern, es verbessern, die Welt alleine auf ihren Schultern tragen. Che Guevara, gut, der darf helfen. Sie hat nichts gelesen, will doch darüber reden und Dinge bewegen.
Manchmal sprechen wir alle dieselbe Sprache. Einen Abend lang. Weil wir danach weiter gehen. Und es ein schöner Abend war.



